
Wer macht jetzt den Koffer zu?
Mein erster alleingeschnitzter Holzschnitt – Teil 2

Die Platte ist fertig!
Jetzt kann es losgehen!

Das Papierformat passt nicht…:(

Eine Schublade voller Ergebnisse!
Und das sind die Besten!
Ich mag den untersten , weil da mein Plan mit den verschiedenen Druckstufen aufgegangen ist und die Unterschiede in den Farben zu sehen sind. Leider ist das Blatt, wie schon festgestellt, zu klein und der gesamte Druck kommt nicht zum Tragen.
Na, beim nächsten Versuch passe ich besser auf.
Mein erster alleingeschnitzter Holzschnitt – Teil 1

Das Motiv

ein Lindenholzblock mit den schon gesetzten Passmarken


der Lindenholzblock als verlorene Platte
d.h.: die Druckplatte wird immer wieder verändert, nachdem eine Serie gedruckt wurde
so gibt es nur eine einmalige festgelegte Serie
Das sind einige Zwischenergebnisse nach zweimaligem Druck.
Es gibt noch viele andere Blätter, doch diese sind entweder
-eingerissen, weil das Papier so dünn ist und ich noch nicht das Feingefühl beim Anlegen in den Fingern habe
-undeutlich gedruckt, weil das Papier verutscht ist
-nicht mehr anzusehen, weil Falten entstanden sind…
Ich bin echt gespannt, wie die Drucke am Ende aussehen! Eine Veränderung habe ich an der Platte noch vor.
3.Tag
Nachätzung- Löschung der Farbe mit Terpentin

Einwalzen des Steines mit Farbe- immer im bestimmten Rhythmus und von verschiedenen Seiten- Stein mit Wasser feucht halten- überschüssige Farbe entfernen-
und…

Drucken!!!
Das war für mich das Frustrierenste! Ich wußte kaum was ich wirklich tat und konnte auch nicht dementsprechend korrigieren.
Fazit: Dieses Druckverfahren ist von einer Werkstatt mit technischer Ausrüstung, von tiefgreifenden fachlichen Kenntnissen und viel Zeit geprägt.( Mal abgesehen davon, dass es auch körperlich anstrengend ist.) Mir hat es Spass gemacht, ich habe gelernt, neue Menschen kennen gelernt, am Ende zwei ganz passable Drucke erhalten und die Bestätigung gewonnen, dass ich andere Druckverfahren favorisiere.
2.Tag

Zuerst wird die Reiberpappe mit Fett eingerieben und die Druckrolle vorbereitet.
Das Papierformat festlegen und das Druckpapier zurechtschneiden.
Ätzen des Steines- Wasser- Ablösen der Farbe
Die Erinnerung der Zeichnung bleibt im Stein.
Einfärben des Steines- Trocknen des Fettes mit Talkum- 2.Ätzen
„Es hat alles mit Logik zu tun.“

Korrektur des Auges
Welch ein Aufwand!! Alle Prozeduren noch einmal!!!
Es gab immer wieder viel Zeit zum Zeichnen und Warten, da es nur eine Presse und noch vier weitere Kursteilnehmerinnen gab.
Ich verstehe nicht, was mein Tun bewirkt und welchen Handlungsspielraum ich habe. Ich vertraue auf die Erfahrung des Meisters und seinen Anweisungen.
Lithografie – ein Wochenendkurs

Anfangs wußte ich nur , dass Lithografie irgendetwas mit Steinen zu tun hat.Also wollte ich ausprobieren. Hier nun meine erster und wahrscheinlich auch einziger Versuch in Bild und Wort.
Zuerst nehme man zwei ungefähr gleichgroße Steinplatten- Material ähnlich Marmor und schwer!!!. Also ist die erste Herausforderung, einen Stein zu finden, der groß genug für die Druckvorlage ist und immer noch leicht genug zum problemlosen Handhaben.
Die Steine sind härter als Marmor und werden weltweit nur noch in zwei Abbrüchen gefördert. Das macht sie so besonders und auch kostbar. Für die Lithografie müssen sie eine ebene Fläche haben. Dafür werden zwei ähnlich große Steine aufeinander gerieben, um die Oberfläche zu glätten. Das war die erste Kraftanstrengung!
Passender Weise braucht man einen Entwurf, der dann mit Lithokreide vorgezeichnet und dann gern auch mit Zeichentusche akzentuiert wird. Korrekturen lassen sich nur minimal vornehmen!! und Entscheidung treffen, ob der Druck auch spiegelverkehrt funktioniert.
Ist die Zeichnung fertig, wird auf dem Stein Gummiarabicum verteilt.Über Nacht ruht der Stein.

Das ist zwar kein Druck und dennoch bleibt ein Abdruck in meiner Welt.
Plötzlich war er da- ein kleiner Riese, ein Welpe mit Milchzähnen und dennoch ist seine Pfote jetzt schon so groß wie mein Handteller.
War er weggelaufen? oder wurde er ausgesetzt?
Wartet irgendwo Jemand und sucht ihn? oder ist Jemand heilfroh?
Hin und her gerissen zwischen dem Abwägen: was ist das Richtige?
Die Vernunft siegt: schlimmer als die Vorstellung, dass dieser kleine Kerl in ein Tierheim kommt, ist die Vorstellung, dass er vermisst und verzweifelt gesucht wird.
Ich wünsche ihm eine Familie, die gut zu ihm ist und ihm genug Raum für seine Entwicklung gibt.